Einsatzmöglichkeiten von Flüssigboden
Die Einsatzbereiche von Flüssigboden
Grabenverfüllung im Leitungsbau
Lieferung und Einbau von selbstverdichtendem Flüssigboden zur Verfüllung von Leitungsgräben. Der Baustoff ist so herzustellen, dass eine hohlraumfreie Ummantelung der Leitungen ohne mechanische Verdichtung gewährleistet ist. Setzungsarme Verfüllung gemäß projektbezogener Rezeptur.
Kanal- und Rohrleitungsbau
Verwendung von Flüssigboden zur Bettung, Ummantelung und Verfüllung im Kanal- und Rohrleitungsbau. Gleichmäßige Lastabtragung auf das Rohrsystem, Vermeidung punktueller Belastungen. Einbau ohne lagenweise Verdichtung.
Bettung und Ummantelung von Leitungen
Einbau von Flüssigboden als Bettungs- und Ummantelungsmaterial für Rohr- und Leitungssysteme. Der Flüssigboden passt sich vollständig an die Leitungsgeometrie an und gewährleistet eine gleichmäßige Lastverteilung gemäß statischen Anforderungen.
Verfüllung von Schächten und Hohlräumen
Lieferung und Einbau von fließfähigem, selbstverdichtendem Flüssigboden zur vollständigen und setzungsarmen Verfüllung von Schächten, Kavernen und sonstigen Hohlräumen. Sicherstellung einer lückenlosen Ausfüllung auch bei komplexen Geometrien.
Baugrubenverfüllung
Verfüllung von Baugruben mit Flüssigboden ohne mechanische Verdichtung. Der Baustoff ist so einzubauen, dass eine gleichmäßige, tragfähige und setzungsarme Verfüllung bis Oberkante Gelände hergestellt wird.
Einsatz bei schwierigen oder bindigen Böden
Einsatz von Flüssigboden bei bindigen, feinkörnigen oder schwer verdichtbaren Böden. Rezeptur ist an die vorhandenen Bodenverhältnisse anzupassen. Ziel ist eine technisch einwandfreie und dauerhafte Verfüllung trotz ungünstiger Bodeneigenschaften.
Anwendungen in grundwassernahen Bereichen
Einbau von Flüssigboden in Baugruben und Leitungsgräben bei erhöhtem Grundwasserstand. Der Baustoff muss unter den gegebenen hydrogeologischen Bedingungen sicher einbaubar sein und die Standsicherheit der Baugrube gewährleisten.
Einbau unter Wasser (Spundwandhinterfüllung)
Lieferung und Einbau von Flüssigboden unter Wasser, z. B. zur Hinterfüllung von Spundwänden. Sicherstellung einer gleichmäßigen, entmischungsarmen Verfüllung sowie ausreichender Dichtigkeit und Standsicherheit.
Einbau als wasserdichte Wanne (holländischer Verbau)
Herstellung einer wasserdichten oder wasserreduzierenden Baugrubenumschließung durch Einbau von Flüssigboden im Rahmen des holländischen Verbaus. Der Flüssigboden dient als Dicht- und Stabilisierungselement gemäß statischen und baugrundtechnischen Vorgaben.
Aufgeben von Altrohren
Verfüllung stillgelegter Rohrleitungen mit fließfähigem Flüssigboden. Ziel ist die vollständige Ausfüllung des Rohrquerschnitts zur Vermeidung von Hohlräumen, Setzungen oder späteren Einbrüchen.
Brückenwiderlagerhinterfüllung
Hinterfüllung von Brückenwiderlagern mit Flüssigboden zur gleichmäßigen Lastabtragung und Reduzierung horizontaler Erddruckspannungen. Einbau ohne mechanische Verdichtung, angepasst an die statischen Erfordernisse des Bauwerks.
Hinweis zur Ausführung
Der Flüssigboden ist gemäß projektspezifischer Rezeptur herzustellen. Zusammensetzung, Einbau und Dokumentation erfolgen nach den anerkannten Regeln der Technik, vorzugsweise nach RAL GZ 507.
Der Einbau erfolgt fachgerecht, setzungsarm und ohne mechanische Verdichtung. Die Eigenschaften des Flüssigbodens sind auf die jeweilige Anwendung abzustimmen.